Was für mich als Trockene Depressive so schwierig ist, das ist das Gleichgewicht zu finden zwischen Entspannung und Aktivität.
Es gibt Tage, an denen bin ich nur am Wirbeln. Von morgens bis abends nur am Machen und Tun. Manchmal ist das toll, manchmal macht es viel Spaß, begeistert mich und lässt mir Flügel wachsen. Manchmal aber macht es mich fix und fertig. Ich fühle mich gestresst und getrieben.
Dann wiederum gibt es die Tage, an denen ich Zeit und Muße habe. Tage, an denen ich die Seele baumeln lassen kann. Oder sie zumindest baumeln lassen könnte. Denn es ist häufig alles andere als einfach, mal nichts zu tun. Kennt Ihr das auch? So ein ruhiger Tag, besonders wenn ich allein bin, ist mit seiner Nicht-Energie geradezu gefährlich. Er zieht mich runter, saugt mir jegliche Energie aus und lässt mich völlig abschlaffen. An solchen Tagen, anstatt zu genießen und zu entspannen, geht manchmal gar nichts mehr. Noch nicht einmal ein Buch lesen kriege ich auf die Reihe oder andere Dinge, die ich eigentlich gerne mag. Es ist wie in einen Tunnel eintreten, der am Anfang ganz schön und
interessant aussieht, aber mich dann verschluckt. Ich gerate immer
tiefer in diesen Tunnel, bis ich den Ausgang kaum noch sehe. Oder sogar
gar nicht mehr.
Hm.
Das ist ein Thema, dem ich noch auf der Spur bin und das mich bedrückt. Und mir ein großes Rätsel ist. Dieses Rätsel möchte ich gern irgendwann einmal lösen. Und es wird mich hier sicherlich noch häufiger beschäftigen
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